Rudolf Ganz

Mein Portfolio zeigt eine starke Orientierung zur Streetfotografie. Daher sehe ich mich auch als ein „Flaneur mit Kamera“. Die Straße, die Architektur, die besonderen „An“-Sichten im Zusammenspiel und an der Grenze zu Voyeurismus, Dokumentation und Kunst sind das vorherrschende Thema meiner Bilder. Thematisch gesehen gibt es keine Verbotszonen, nur Vorlieben. Vor allem fotografiere ich gerne Menschen in Alltagssituationen, halte spontane Portraits fest mit dem Blick auf das "Besondere", mit einem der Situation angemessenem Respekt und mit Wertschätzung.

Bei der Streetfotografie wird generell nichts erzwungen oder arrangiert. Der offene Blick und das Gespür für besondere Momente und Motive sind für mich ständige Herausforderung. Die Erfahrung lehrt mich, ein gutes Bild hängt oft von der blitzschnellen Entscheidung darüber ab, ist die Aufnahme einfach nur ein interessanter Moment oder auch ein tolles Bild? Ich bin der Überzeugung, dass es gerade in der Streetfotografie ein großes Geschenk ist, wenn einem dann und wann ein großartiges Foto gelingt.

Motive finde ich oft auf Reisen, aber auch direkt vor der Haustür. Dabei halte ich es gerne mit dem australischen Fotografen Craig Coverdale: "Straßenfotografie ist ein nachwachsender Rohstoff. Wenn Sie nicht mögen, was Sie sehen, warten Sie fünf Minuten oder gehen Sie hundert Meter weiter".

Realität ist eine Option – Interpretation eine andere. Es gibt viele Gelegenheiten und interessante Motive, aber nicht immer ist ein gelungener Bildaufbau möglich. In Schwarzweiß bekommt ein Bild oft einen starken Charakter durch starke Kontraste. Ein besonderer Schnitt kann die Bildaussage verdichten. Deshalb ist die digitale Bearbeitung am Rechner für mich ein weiteres kreatives Element. Sie ist genauso wichtig, wie früher die Arbeit des Fotografen in der Dunkelkammer.

 

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